Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen
Photo by Maria Ziegler on Unsplash

Thomas Licher

Das "Geschütztes Marktsegment" wird vergrößert und soll mehr Menschen "am Ende der Schlange" eine eigene Wohnung ermöglichen.

Das Programm mit dem sperrigen Namen "Geschütztes Marktsegment" bietet Menschen, die auf dem freien Wohnungsmarkt völlig chancenlos sind, ein Dach über dem Kopf. Trotz der geringen Fluktuation konnten im vergangen Jahr ca. 1.200 Wohnungen vermittelt werden. Anspruch auf die Wohnungen haben besonders benachteiligte Personengruppen in schwierigen Notlagen, beispielsweise Haftentlassene, Bewohner von Notunterkünften oder Menschen aus betreuten Einrichtungen, denen nach der Entlassung Wohnungslosigkeit droht.

Seit 1993 gibt es in Berlin zur Versorgung von Wohnungsnotfällen das sogenannte “Geschützte Marktsegment“. Im Jahr 2003 hat das Land Berlin eine Vereinbarung mit den landeseigenen Wohnungsgesellschaften abgeschlossen. Diese verpflichten sich, Wohnungen für 1100 Einpersonenhaushalte und 250 für Zwei- und Mehrpersonenhaushalte im sogenannten „geschützten Marktsegment“ vorzuhalten. Angesicht der hohen Zahl von offener und versteckter Wohnungslosigkeit reicht die damals getroffene Vereinbarung zum geschützte Marktsegment aber heute nicht mehr aus.

Deswegen hat die Fraktion DIE LINKE in der BVV Neukölln beantragt (Drs. Nr. 1709/XX), dass sich das Bezirksamt Neukölln für eine Ausweitung des geschützten Marksegments einsetzt. Das Bezirksamt ist tätig geworden und hat das im Berliner Koalitionsvertrag angestrebte Ziel der Ausweitung des Geschützten Marktsegments unterstützt.

Jetzt wurden von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales unter Leitung von Sozialsenatorin Elke Breitenbach (DIE LINKE) erste Fortschritte vermeldet. So wurde eine vertragliche Grundlage erarbeitet, um private Wohnungsunternehmen stärker einzubinden. Bisher ist von den Privaten viel zu wenig passiert. Lediglich 27 Wohnungen wurden von Vonovia und Deutsche Wohnen beigesteuert. Nach einem erfolgreichen Volksbegehren zur Vergesellschaftung der großen privatwirtschaftlichen Wohnungsunternehmen könnte auch das geschützte Marktsegment ausgeweitet werden.

Künftig werden Mikroappartments das Angebot für Ein-Personen-Haushalt erweitern. Außerdem wurden die Informationen zum geschützten Marktsegment gebündelt und ein einheitliches Bewerbungsschreiben zur Verfügung gestellt, um die Hürden für Mieterinnen und Mieter abzusenken.

Mehr Informationen zum geschützten Marksegment gibt es auf der Seite der Senatsverwaltung:
https://www.berlin.de/lageso/soziales/geschuetztes-marktsegment/

 


Aktuelle Termine

Photo by Maria Ziegler on Unsplash

Thomas Licher

Das "Geschütztes Marktsegment" wird vergrößert und soll mehr Menschen "am Ende der Schlange" eine eigene Wohnung ermöglichen.

Das Programm mit dem sperrigen Namen "Geschütztes Marktsegment" bietet Menschen, die auf dem freien Wohnungsmarkt völlig chancenlos sind, ein Dach über dem Kopf. Trotz der geringen Fluktuation konnten im vergangen Jahr ca. 1.200 Wohnungen vermittelt werden. Anspruch auf die Wohnungen haben besonders benachteiligte Personengruppen in schwierigen Notlagen, beispielsweise Haftentlassene, Bewohner von Notunterkünften oder Menschen aus betreuten Einrichtungen, denen nach der Entlassung Wohnungslosigkeit droht.

Seit 1993 gibt es in Berlin zur Versorgung von Wohnungsnotfällen das sogenannte “Geschützte Marktsegment“. Im Jahr 2003 hat das Land Berlin eine Vereinbarung mit den landeseigenen Wohnungsgesellschaften abgeschlossen. Diese verpflichten sich, Wohnungen für 1100 Einpersonenhaushalte und 250 für Zwei- und Mehrpersonenhaushalte im sogenannten „geschützten Marktsegment“ vorzuhalten. Angesicht der hohen Zahl von offener und versteckter Wohnungslosigkeit reicht die damals getroffene Vereinbarung zum geschützte Marktsegment aber heute nicht mehr aus.

Deswegen hat die Fraktion DIE LINKE in der BVV Neukölln beantragt (Drs. Nr. 1709/XX), dass sich das Bezirksamt Neukölln für eine Ausweitung des geschützten Marksegments einsetzt. Das Bezirksamt ist tätig geworden und hat das im Berliner Koalitionsvertrag angestrebte Ziel der Ausweitung des Geschützten Marktsegments unterstützt.

Jetzt wurden von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales unter Leitung von Sozialsenatorin Elke Breitenbach (DIE LINKE) erste Fortschritte vermeldet. So wurde eine vertragliche Grundlage erarbeitet, um private Wohnungsunternehmen stärker einzubinden. Bisher ist von den Privaten viel zu wenig passiert. Lediglich 27 Wohnungen wurden von Vonovia und Deutsche Wohnen beigesteuert. Nach einem erfolgreichen Volksbegehren zur Vergesellschaftung der großen privatwirtschaftlichen Wohnungsunternehmen könnte auch das geschützte Marktsegment ausgeweitet werden.

Künftig werden Mikroappartments das Angebot für Ein-Personen-Haushalt erweitern. Außerdem wurden die Informationen zum geschützten Marktsegment gebündelt und ein einheitliches Bewerbungsschreiben zur Verfügung gestellt, um die Hürden für Mieterinnen und Mieter abzusenken.

Mehr Informationen zum geschützten Marksegment gibt es auf der Seite der Senatsverwaltung:
https://www.berlin.de/lageso/soziales/geschuetztes-marktsegment/