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Vor 75 Jahren befreite die Rote Armee Neukölln vom Faschismus

Am 28. April 1945 wurde Neukölln von der Roten Armee vollständig befreit. Die nationalsozialistische Herrschaft war damit zu Ende. Das bedeutete auch die Befreiung aller Zwangsarbeiter*innen und Jüd*innen. Viele waren vorher dem Nazi-Regime zum Opfer gefallen.

Bereits am 24. April 1945 setzten Truppenteile der Rote Armee auf der Höhe Baumschulenweg/Plänterwald über die Spree und betraten Neuköllner Boden. Am selben Tag lösten beherzte Neuköllner Antifaschisten am Hertzbergplatz eine „Volkssturm"-Einheit auf, indem sie die alten Männer und Jugendlichen nach Hause schickten. Damit verhinderten die Antifaschisten weitere Kämpfe und retteten Menschenleben.

Noch am 25. April sprengten SS-Einheiten das Karstadt-Kaufhaus am Hermannplatz und vernichteten wertvolle Lebensmittel. Dadurch verschärfte sich der Hunger für die Bevölkerung noch weiter. Unter dem Druck der Roten Armee zog sich die SS in die Innenstadt zurück, wo die letzten erbitterten Häuserkämpfe um die Stadt stattfanden.

Am 26. April nahm die Rote Armee das Tempelhofer Feld ein. Dort rannten 400 nur mit Panzerfäusten ausgerüstete völlig verblendete Hitlerjungen gegen die vorrückenden Panzer an und fanden den Tod. Die letzte Gegenwehr von deutschen Truppenverbänden in Neukölln wurde am 28. April 1945 gebrochen und die Menschen waren wieder frei.

Wie im restlichen Berlin kosteten auch in Neukölln die schweren Kämpfe viele Menschenleben. Trotz vorhersehbarer Niederlage hatten fanatische Nazis die Soldaten gezwungen, Berlin „bis zur letzten Patrone" zu verteidigen. SS-Einheiten gingen brutal gegen alle vor, die sich den sinnlosen Kämpfen für den vermeintlichen „Endsieg" zu entziehen versuchten und brachten sie um. Berlin wurde nach den schweren Bombenangriffen durch die brutalen Häuserkämpfe weiter verwüstet. Das galt auch für Neukölln wo beispielsweise das Rathaus so schwer beschädigt wurde, dass der alter Flügel nicht mehr zu retten war.

Am 9. September 1945 versammelten sich über 10.000 Menschen, um im nun nach dem ermordeten Widerstandskämpfer „Werner-Seelenbinder-Kampfbahn" genannten Neuköllner Stadion den Opfern des Faschismus zu gedenken (Bild).

Die Fraktion DIE LINKE in der BVV gedenkt dem 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und tritt alten und neuen Nazis aktiv entgegen, damit sich die Geschichte nicht wiederholt!

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Vor 75 Jahren befreite die Rote Armee Neukölln vom Faschismus

Am 28. April 1945 wurde Neukölln von der Roten Armee vollständig befreit. Die nationalsozialistische Herrschaft war damit zu Ende. Das bedeutete auch die Befreiung aller Zwangsarbeiter*innen und Jüd*innen. Viele waren vorher dem Nazi-Regime zum Opfer gefallen.

Bereits am 24. April 1945 setzten Truppenteile der Rote Armee auf der Höhe Baumschulenweg/Plänterwald über die Spree und betraten Neuköllner Boden. Am selben Tag lösten beherzte Neuköllner Antifaschisten am Hertzbergplatz eine „Volkssturm"-Einheit auf, indem sie die alten Männer und Jugendlichen nach Hause schickten. Damit verhinderten die Antifaschisten weitere Kämpfe und retteten Menschenleben.

Noch am 25. April sprengten SS-Einheiten das Karstadt-Kaufhaus am Hermannplatz und vernichteten wertvolle Lebensmittel. Dadurch verschärfte sich der Hunger für die Bevölkerung noch weiter. Unter dem Druck der Roten Armee zog sich die SS in die Innenstadt zurück, wo die letzten erbitterten Häuserkämpfe um die Stadt stattfanden.

Am 26. April nahm die Rote Armee das Tempelhofer Feld ein. Dort rannten 400 nur mit Panzerfäusten ausgerüstete völlig verblendete Hitlerjungen gegen die vorrückenden Panzer an und fanden den Tod. Die letzte Gegenwehr von deutschen Truppenverbänden in Neukölln wurde am 28. April 1945 gebrochen und die Menschen waren wieder frei.

Wie im restlichen Berlin kosteten auch in Neukölln die schweren Kämpfe viele Menschenleben. Trotz vorhersehbarer Niederlage hatten fanatische Nazis die Soldaten gezwungen, Berlin „bis zur letzten Patrone" zu verteidigen. SS-Einheiten gingen brutal gegen alle vor, die sich den sinnlosen Kämpfen für den vermeintlichen „Endsieg" zu entziehen versuchten und brachten sie um. Berlin wurde nach den schweren Bombenangriffen durch die brutalen Häuserkämpfe weiter verwüstet. Das galt auch für Neukölln wo beispielsweise das Rathaus so schwer beschädigt wurde, dass der alter Flügel nicht mehr zu retten war.

Am 9. September 1945 versammelten sich über 10.000 Menschen, um im nun nach dem ermordeten Widerstandskämpfer „Werner-Seelenbinder-Kampfbahn" genannten Neuköllner Stadion den Opfern des Faschismus zu gedenken (Bild).

Die Fraktion DIE LINKE in der BVV gedenkt dem 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und tritt alten und neuen Nazis aktiv entgegen, damit sich die Geschichte nicht wiederholt!

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