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Marlis Fuhrmann

Keine flächigen Rodungen am Weigandufer durchführen

Am Neuköllner Weigandufer ist der Erhalt des Gehölzes von besonderer Bedeutung. Es dient als Schattenspender, als Lebensraum für Vögeln sowie im Rahmen des Klimaschutzes für eine Temperierung der Innenstadt. Deswegen sollen auf keinen Fall Rodungen stattfinden, findet Marlis Fuhrmann

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt wird gebeten, das Konzept zur Neugestaltung der Promenade unter Orientierung am Bestand an Gehölz- und Wegeflächen so zu überarbeiten, dass auf dem Abschnitt West zwischen Weichselplatz und Wildenbruchpark keine flächigen Rodungen stattfinden.

Begründung:

Der Weg entlang des Neuköllner Schifffahrtskanals wird von den Anwohnern als Grünstreifen mit deutlichen Pflegedefiziten wahrgenommen. Eine massive Umgestaltung erscheint nicht gerechtfertigt und würde der historischen Promenade und ihrem Gehölzbestand nicht gerecht. Dabei handelt es sich um eine hervorgehobene Wegeverbindung (sogen. Innerer Parkring/Hauptwanderweg), nicht um eine flächige Anlage mit großen Aufenthaltsbereichen.

Besondere Bedeutung kommt dem Erhalt des Gehölzbestandes zu – als Schattenspender für Anwohner und Nutzer, als Lebensraum insbes. von Vögeln sowie im Rahmen des Klimaschutzes für eine Temperierung der Innenstadt.

Den Forderungen des Landschaftsgrogrammes zum FNP, z. B. eine Entsiegelung von Flächen anzustreben, könnte durch eine gegenüber der Erstplanung auf ca. 1,80m verringerte Wegebreite entgegen gekommen werden. Die Anforderungen nach DIN 18040-3 wären trotzdem erfüllt.

Eine geringere befestigte Wegebreite würde auch eine geringere zu entsorgende/versickernde Wassermenge bedeuten, so dass möglicherweise eine Flächenversickerung ausreichend wäre und auf die Anlegung von Versickerungsmulden verzichtet werden könnte.

Hier geht es zum Antrag auf der Seite des Bezirksamts.

 


Die Geschäftsordnung der BVV Neukölln unterscheidet zwischen verschiedenen Drucksachenarten. Hier erklären wir kurz, welche es gibt und wie sie funktionieren.

Große Anfragen werden in der BVV mündlich durch ein Mitglied des Bezirksamts beantwortet. Im Anschluss haben alle Fraktion 15 Minuten Zeit,  um zu dem Thema Stellung zu nehmen.

Im Gegensatz zu Großen Anfragen ziehen Mündliche Anfragen keine Debatte nach sich. Zulässig ist maximal eine Nachfrage. Wegen der kurzen Einreichungsfrist können aber aktuelle Ereignisse thematisiert werden.

Kleine Anfragen sind keine eigentlichen Drucksachen; d.h. sie tauchen nicht auf der Tagesordnung der BVV auf. Stattdessen werden sie vom Bezirksamt schriftlich beantwortet. Sie dienen in erster Linie der Hintergrundrecherche oder der Vorbereitung von Großen Anfragen oder Anträgen.

Mit Anträgen erfüllen die Bezirksverordneten ihre Aufgabe, Verwaltungshandeln anzuregen. Anträge werden in der BVV abgestimmt. Findet ein Antrag eine Mehrheit unter den Bezirksverordneten, so ist er Beschlusslage. Die Verwaltung ist dann angehalten, im Sinne des Antrags tätig zu werden und nach Bearbeitung des Beschlusses der BVV einen Schlussbericht vorzulegen.

Wie Anträge werden auch Entschließungen in der BVV abgestimmt. Im Gegensatz zu Anträgen enthalten sie aber keinen Handlungsauftrag an die Verwaltung, sondern enthalten in der Regel eine Stellungsnahme der BVV zu aktuellen Ereignissen. 

Die Geschäftsordnung der BVV Neukölln gibt es hier als pdf.