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Die Grundrente kommt ab Januar 2021 – Etwas Geld gibt es später

In den letzten 25 Jahren gab es für die Menschen mit geringen Einkommen keine nennenswerten Lohnsteigerungen. Stattdessen wurde durch die Agenda 2010 ein gigantischer Niedriglohnsektor geschaffen und real haben die armen Menschen heute viel weniger im Portmonee. Das Rentenniveau wurde von 53% auf 48% gekürzt und das Renteneintrittsalter von 65 auf 67 Jahre erhöht.  

Nach dem über lange Zeit in der Bundesrepublik nur Wenige von Altersarmut betroffen waren, droht jetzt einem immer größer werdendem Anteil der Erwerbstätigen im Alter finanzielle Not. Deshalb sah sich die Bundesregierung gezwungen, eine zusätzliche Grundrente einzuführen.

Die Grundrente verspricht langjährig rentenversicherten Beschäftigten, die ganz oder überwiegend im Niedriglohnbereich gearbeitet haben, ab 2021 einen Zuschlag zur Rente.

Klingt gut aber wenn man genauer hinsieht ist gut gemeint eben nicht gut gemacht.

So muss man mindestens 33 Jahre Pflichtbeiträge aus Berufstätigkeit, Kindererziehungs- und Pflegezeiten sowie bestimmte Zeiten bei Krankheit oder Rehabilitation nachweisen, um Anspruch auf die neue Grundrente zu haben. Liegt das durchschnittliche Einkommen des gesamten Berufslebens über 80 Prozent des Durchschnittsverdienstes in Deutschland, kann die Grundrente nicht gezahlt werden.

Aber auch zu wenig darf man nicht verdient haben, denn mit einer Untergrenze wird die Grundrente aus allen Grundrentenzeiten berechnet, in denen der Verdienst mindestens 30 Prozent des Durchschnittsverdienstes in Deutschland betragen hat. Das sind 2020 monatlich rund 1.013 Euro brutto. Liegt der Verdienst darunter, zählt die Zeit nicht mit.

Dazu erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der LINKEN in der BVV Neukölln Doris Hammer verärgert, dass die Hürden zum Bezug der Grundrente viel zu hoch sind und die durchschnittliche Rentenzahlung von 75 Euro viel zu niedrig. Weiter ist es nicht nachvollziehbar, warum die Zeiten des Bezuges von Arbeitslosengeld I und II, sowie Zeiten einer geringfügigen Beschäftigung keine Anrechnung auf die 33 Jahre Pflichtzeiten für Grundrente erhalten. Die Sprecherin der LAG HartzIV verweist noch einmal darauf, dass auch die am 01.01.2011 durch die damalige schwarz-gelbe Regierung gestrichenen Rentenbeiträge im SGB II mit zu den Armutsrenten beigetragen haben.

Thomas Licher, der Fraktionsvorsitzende der LINKEN in der BVV Neukölln merkt an, dass es ein kleiner erster Schritt gegen die Altersarmut ist. In Neukölln sind viele Menschen arm und da hilft jede zusätzliche Leistung. Aber bei der Grundrente muss noch dringend nachgebessert werden!

Deshalb unterstützt die Fraktion DIE LINKEN in der BVV Neukölln die Forderung der LINKEN im Land Berlin:

Das Rentenniveau von 53 Prozent muss sofort wieder hergestellt werden. Das bedeutet: 122 Euro netto mehr im Monat für einen »Standardrentner«.

Niemand darf im Alter arm sein – egal ob nach einem Leben in Erwerbsarbeit, durch Berufsunfähigkeit, Zeiten von Arbeitslosigkeit oder Kindererziehung. Niemand darf gezwungen sein, zum Überleben Pfandflaschen zu sammeln.

Wir wollen eine Solidarische Mindestrente von 1.200 Euro netto im Monat – darunter droht Armut.

Die Solidarische Mindestrente ist einkommens- und vermögensgeprüft, sie wird bei Bedarf gezahlt. Statt Arbeiten bis zum Umfallen:

Ab 65 abschlagsfrei in die Rente sowie mit 60 Jahren bei 40 Beitragsjahren.

Wir finden: Alle Menschen haben im Alter eine Rente verdient, von der sie in Würde leben können!


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Die Grundrente kommt ab Januar 2021 – Etwas Geld gibt es später

In den letzten 25 Jahren gab es für die Menschen mit geringen Einkommen keine nennenswerten Lohnsteigerungen. Stattdessen wurde durch die Agenda 2010 ein gigantischer Niedriglohnsektor geschaffen und real haben die armen Menschen heute viel weniger im Portmonee. Das Rentenniveau wurde von 53% auf 48% gekürzt und das Renteneintrittsalter von 65 auf 67 Jahre erhöht.  

Nach dem über lange Zeit in der Bundesrepublik nur Wenige von Altersarmut betroffen waren, droht jetzt einem immer größer werdendem Anteil der Erwerbstätigen im Alter finanzielle Not. Deshalb sah sich die Bundesregierung gezwungen, eine zusätzliche Grundrente einzuführen.

Die Grundrente verspricht langjährig rentenversicherten Beschäftigten, die ganz oder überwiegend im Niedriglohnbereich gearbeitet haben, ab 2021 einen Zuschlag zur Rente.

Klingt gut aber wenn man genauer hinsieht ist gut gemeint eben nicht gut gemacht.

So muss man mindestens 33 Jahre Pflichtbeiträge aus Berufstätigkeit, Kindererziehungs- und Pflegezeiten sowie bestimmte Zeiten bei Krankheit oder Rehabilitation nachweisen, um Anspruch auf die neue Grundrente zu haben. Liegt das durchschnittliche Einkommen des gesamten Berufslebens über 80 Prozent des Durchschnittsverdienstes in Deutschland, kann die Grundrente nicht gezahlt werden.

Aber auch zu wenig darf man nicht verdient haben, denn mit einer Untergrenze wird die Grundrente aus allen Grundrentenzeiten berechnet, in denen der Verdienst mindestens 30 Prozent des Durchschnittsverdienstes in Deutschland betragen hat. Das sind 2020 monatlich rund 1.013 Euro brutto. Liegt der Verdienst darunter, zählt die Zeit nicht mit.

Dazu erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der LINKEN in der BVV Neukölln Doris Hammer verärgert, dass die Hürden zum Bezug der Grundrente viel zu hoch sind und die durchschnittliche Rentenzahlung von 75 Euro viel zu niedrig. Weiter ist es nicht nachvollziehbar, warum die Zeiten des Bezuges von Arbeitslosengeld I und II, sowie Zeiten einer geringfügigen Beschäftigung keine Anrechnung auf die 33 Jahre Pflichtzeiten für Grundrente erhalten. Die Sprecherin der LAG HartzIV verweist noch einmal darauf, dass auch die am 01.01.2011 durch die damalige schwarz-gelbe Regierung gestrichenen Rentenbeiträge im SGB II mit zu den Armutsrenten beigetragen haben.

Thomas Licher, der Fraktionsvorsitzende der LINKEN in der BVV Neukölln merkt an, dass es ein kleiner erster Schritt gegen die Altersarmut ist. In Neukölln sind viele Menschen arm und da hilft jede zusätzliche Leistung. Aber bei der Grundrente muss noch dringend nachgebessert werden!

Deshalb unterstützt die Fraktion DIE LINKEN in der BVV Neukölln die Forderung der LINKEN im Land Berlin:

Das Rentenniveau von 53 Prozent muss sofort wieder hergestellt werden. Das bedeutet: 122 Euro netto mehr im Monat für einen »Standardrentner«.

Niemand darf im Alter arm sein – egal ob nach einem Leben in Erwerbsarbeit, durch Berufsunfähigkeit, Zeiten von Arbeitslosigkeit oder Kindererziehung. Niemand darf gezwungen sein, zum Überleben Pfandflaschen zu sammeln.

Wir wollen eine Solidarische Mindestrente von 1.200 Euro netto im Monat – darunter droht Armut.

Die Solidarische Mindestrente ist einkommens- und vermögensgeprüft, sie wird bei Bedarf gezahlt. Statt Arbeiten bis zum Umfallen:

Ab 65 abschlagsfrei in die Rente sowie mit 60 Jahren bei 40 Beitragsjahren.

Wir finden: Alle Menschen haben im Alter eine Rente verdient, von der sie in Würde leben können!