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Kein Tourismuskonzept ohne Anwohner*innenbeteiligung

Kritik am neuen Tourismus-Konzept für den Bezirk:

Das Konzept liest sich wie eine Werbebroschüre der Branche. Von hundert Seiten sind den Anwohner*innen nur vier gewidmet. Obwohl der boomende Tourismus in Nordneukölln ein Problem ist: wenn Gastronomie das kiezversorgende Gewerbe ersetzt, nächtlicher Lärm den Schlaf verhindert, vor allem aber Hotels, Hostels, Boardinghouses etc. das Wohnen verdrängen.

Marlis Fuhrmann, bau- und wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE Neukölln:

„Die Studie erfüllt die Ansprüche bezüglich Stadt- und Sozialverträglichkeit nicht. Die Lebensqualität der Anwohner*innen scheint der Vermarktung des Bezirks nachgeordnet. Verdrängung wird als Problem erwähnt, aber Gegenstrategien fehlen.

In einem künftigen Beirat dominieren Wirtschaftsvertreter. Zu Recht beklagt die AG Wohnumfeld/Reuterkiez, dass Anwohner*innen im künftig einzurichtenden Beirat bisher deutlich unterrepräsentiert seien. Zu den geforderten Nachbesserungen gehört auch die Ausweisung der Stadt- und Sozialverträglichkeit als primäres Ziel.

Problematisch ist die gegenwärtige Zuordnung zum Fachbereich Wirtschaft. Um den Tourismus stadtverträglich zu gestalten wäre eine Ansiedlung bei der Stadtentwicklung angemessen. Denn hier geht es nicht um Wirtschaftsförderung, sondern um Schadensbegrenzung.“

Für Rückfragen steht Marlis Fuhrmann unter marlis.fuhrmann@die-linke.neukoelln.de zur Verfügung.


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Kein Tourismuskonzept ohne Anwohner*innenbeteiligung

Kritik am neuen Tourismus-Konzept für den Bezirk:

Das Konzept liest sich wie eine Werbebroschüre der Branche. Von hundert Seiten sind den Anwohner*innen nur vier gewidmet. Obwohl der boomende Tourismus in Nordneukölln ein Problem ist: wenn Gastronomie das kiezversorgende Gewerbe ersetzt, nächtlicher Lärm den Schlaf verhindert, vor allem aber Hotels, Hostels, Boardinghouses etc. das Wohnen verdrängen.

Marlis Fuhrmann, bau- und wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE Neukölln:

„Die Studie erfüllt die Ansprüche bezüglich Stadt- und Sozialverträglichkeit nicht. Die Lebensqualität der Anwohner*innen scheint der Vermarktung des Bezirks nachgeordnet. Verdrängung wird als Problem erwähnt, aber Gegenstrategien fehlen.

In einem künftigen Beirat dominieren Wirtschaftsvertreter. Zu Recht beklagt die AG Wohnumfeld/Reuterkiez, dass Anwohner*innen im künftig einzurichtenden Beirat bisher deutlich unterrepräsentiert seien. Zu den geforderten Nachbesserungen gehört auch die Ausweisung der Stadt- und Sozialverträglichkeit als primäres Ziel.

Problematisch ist die gegenwärtige Zuordnung zum Fachbereich Wirtschaft. Um den Tourismus stadtverträglich zu gestalten wäre eine Ansiedlung bei der Stadtentwicklung angemessen. Denn hier geht es nicht um Wirtschaftsförderung, sondern um Schadensbegrenzung.“

Für Rückfragen steht Marlis Fuhrmann unter marlis.fuhrmann@die-linke.neukoelln.de zur Verfügung.