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Obdachlose in Neukölln! Wer kein Dach über dem Kopf hat, kann auch nicht zu Hause bleiben!

Die Losung der Kanzlerin, zu Hause zu bleiben, klingt für Wohnungslose und Obdachlose Menschen wie ein Hohn.

 

Gleichzeitig gehört die Mehrheit obdachloser Menschen zu der von Corona besonders gefährdeten und betroffenen Personengruppe. Sie leiden häufig unter nicht behandelten Vorerkrankungen und sind aufgrund ihrer Obdachlosigkeit physisch und psychisch geschwächt, so dass bei einer Ansteckung mit Covid-19 besonders schwere Krankheitsverläufe drohen.

Aktuell stehen in Berlin acht Notunterkünfte mit insgesamt nur 91 Plätzen für Frauen zur Verfügung. In 25 weiteren Notunterkünften sind sowohl Plätze für Frauen als auch Plätze für Männer vorhanden.

Speziell in Neukölln sind die Tee- u. Wärmestuben (TuW) nur zum Teil geöffnet. An Donnerstagen ist für eine begrenzte Teilnehmerzahl, unter Berücksichtigung der Hygieneregeln, in zwei Zeitfenstern voll geöffnet – allerdings derzeit nur insgesamt max. 12 Personen. Es wird ein Frühstück in der TuW serviert. An den Teilöffnungstagen Montag, Mittwoch und Freitag bekommen jeweils ca. 70 Personen ein Lunchpaket. Einmal kurz Aufwärmen, geht dabei nicht.

Pandemiebedingt haben viele Hilfseinrichtungen geschlossen, die Beratungen oder einfache Gespräche anbieten könnten. Der soziale Austausch, der auf der Straße sowieso schwer fällt, fällt damit für viele Menschen aus. Die Folgen sind eine noch größere Form der Isolation und  Vereinsamung.

In einer Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales heißt es: „Die Senatssozialverwaltung plant, bei Bedarf weitere 24/7-Einrichtungen in Betrieb zu nehmen. Dafür geeignete Einrichtungen werden zurzeit geprüft.“

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion in der BVV Neukölln, Doris Hammer, fordert: „es muss mehr getan werden!“ Ihr Vorschlag mehr Jugendherbergen, Hostels oder Hotels für Wohnungslose zu öffnen, knüpft sich an die Auswertung, dass 15% danach den Absprung wieder in ein geregeltes Leben schaffen.

 


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Obdachlose in Neukölln! Wer kein Dach über dem Kopf hat, kann auch nicht zu Hause bleiben!

Die Losung der Kanzlerin, zu Hause zu bleiben, klingt für Wohnungslose und Obdachlose Menschen wie ein Hohn.

 

Gleichzeitig gehört die Mehrheit obdachloser Menschen zu der von Corona besonders gefährdeten und betroffenen Personengruppe. Sie leiden häufig unter nicht behandelten Vorerkrankungen und sind aufgrund ihrer Obdachlosigkeit physisch und psychisch geschwächt, so dass bei einer Ansteckung mit Covid-19 besonders schwere Krankheitsverläufe drohen.

Aktuell stehen in Berlin acht Notunterkünfte mit insgesamt nur 91 Plätzen für Frauen zur Verfügung. In 25 weiteren Notunterkünften sind sowohl Plätze für Frauen als auch Plätze für Männer vorhanden.

Speziell in Neukölln sind die Tee- u. Wärmestuben (TuW) nur zum Teil geöffnet. An Donnerstagen ist für eine begrenzte Teilnehmerzahl, unter Berücksichtigung der Hygieneregeln, in zwei Zeitfenstern voll geöffnet – allerdings derzeit nur insgesamt max. 12 Personen. Es wird ein Frühstück in der TuW serviert. An den Teilöffnungstagen Montag, Mittwoch und Freitag bekommen jeweils ca. 70 Personen ein Lunchpaket. Einmal kurz Aufwärmen, geht dabei nicht.

Pandemiebedingt haben viele Hilfseinrichtungen geschlossen, die Beratungen oder einfache Gespräche anbieten könnten. Der soziale Austausch, der auf der Straße sowieso schwer fällt, fällt damit für viele Menschen aus. Die Folgen sind eine noch größere Form der Isolation und  Vereinsamung.

In einer Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales heißt es: „Die Senatssozialverwaltung plant, bei Bedarf weitere 24/7-Einrichtungen in Betrieb zu nehmen. Dafür geeignete Einrichtungen werden zurzeit geprüft.“

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion in der BVV Neukölln, Doris Hammer, fordert: „es muss mehr getan werden!“ Ihr Vorschlag mehr Jugendherbergen, Hostels oder Hotels für Wohnungslose zu öffnen, knüpft sich an die Auswertung, dass 15% danach den Absprung wieder in ein geregeltes Leben schaffen.