Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen
Foto: Christine Sandu (Unsplash)

Um die Versorgung der Berliner Bevölkerung mit Medikamenten zu sichern, soll das Neuköllner Unternehmen Haupt Pharma Berlin GmbH (HPB) in staatliches Eigentum übernommen werden.

Um die Versorgung der Berliner Bevölkerung mit Medikamenten zu sichern, soll das Neuköllner Unternehmen Haupt Pharma Berlin GmbH (HPB) in staatliches Eigentum übernommen werden. Die Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat mit den Stimmen von SPD, Grüne und LINKE in der Sitzung am 23.09.2020 einen Antrag beschlossen, der den Berliner Senat auffordert, das Neuköllner Unternehmen Haupt Pharma Berlin GmbH (HPB) in staatliches Eigentum zu übernehmen. Dieser Antrag (Drs.Nr.: 1767/XX) war von den Grünen gestellt worden und LINKEN und SPD sind dem Antrag beigetreten.

Im September 2019 hatte der Aufsichtsrat der Aenova Group beschlossen, sein Neuköllner Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2020 komplett stillzulegen. Die 160 Beschäftigten demonstrierten wiederholt gegen den Verlust ihrer Arbeitsplätze vor dem Werk in Britz. Mit dabei war auch Thomas Licher, Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE in der BVV Neukölln.

Da Aenova das Neuköllner Traditionsunternehmen erst 2014 übernahm, ist nicht nachvollziehbar, warum sie das Werk jetzt schließen wollen. Zumal es in Deutschland schon seit längerem Engpässe bei der Versorgung mit Medikamenten gibt. Schon jetzt sind in den Berliner Apotheken über 300 Medikamente nicht erhältlich. Im Britzer Standort werden zahlreiche Medikamente namhafter Pharmaunternehmen abgepackt. Dem Standort kommt damit eine wichtige Bedeutung für die Versorgungssicherheit zu.

Wenn die privaten Besitzer kein Interesse an der Aufrechterhaltung des Britzer Standortes haben, muss der Staat zur Sicherung der Versorgung eingreifen und die Arzneimittelproduktion übernehmen. Gerade die Corona-Pandemie zeigt deutlich, wie anfällig die Verlagerung der Medikamentenproduktion nach Südostasien ist. Aus Profitsucht wurde die Produktion in Billiglohnländer verlagert und jetzt müssen die Kranken unter den Versorgungsdefiziten leiden.

Nach dem Beschluss durch die BVV Neukölln muss das Bezirksamt das Anliegen an die Senatsverwaltung herantragen. Die BVV Neukölln hatte sich schon nach Bekanntwerden der Schließungspläne fast einstimmig in einer Entschließung (Drs.Nr.: 1631/XX) für den Erhalt des Produktionsstandort in Britz bekannt.

 


Aktuelle Termine

Foto: Christine Sandu (Unsplash)

Um die Versorgung der Berliner Bevölkerung mit Medikamenten zu sichern, soll das Neuköllner Unternehmen Haupt Pharma Berlin GmbH (HPB) in staatliches Eigentum übernommen werden.

Um die Versorgung der Berliner Bevölkerung mit Medikamenten zu sichern, soll das Neuköllner Unternehmen Haupt Pharma Berlin GmbH (HPB) in staatliches Eigentum übernommen werden. Die Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat mit den Stimmen von SPD, Grüne und LINKE in der Sitzung am 23.09.2020 einen Antrag beschlossen, der den Berliner Senat auffordert, das Neuköllner Unternehmen Haupt Pharma Berlin GmbH (HPB) in staatliches Eigentum zu übernehmen. Dieser Antrag (Drs.Nr.: 1767/XX) war von den Grünen gestellt worden und LINKEN und SPD sind dem Antrag beigetreten.

Im September 2019 hatte der Aufsichtsrat der Aenova Group beschlossen, sein Neuköllner Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2020 komplett stillzulegen. Die 160 Beschäftigten demonstrierten wiederholt gegen den Verlust ihrer Arbeitsplätze vor dem Werk in Britz. Mit dabei war auch Thomas Licher, Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE in der BVV Neukölln.

Da Aenova das Neuköllner Traditionsunternehmen erst 2014 übernahm, ist nicht nachvollziehbar, warum sie das Werk jetzt schließen wollen. Zumal es in Deutschland schon seit längerem Engpässe bei der Versorgung mit Medikamenten gibt. Schon jetzt sind in den Berliner Apotheken über 300 Medikamente nicht erhältlich. Im Britzer Standort werden zahlreiche Medikamente namhafter Pharmaunternehmen abgepackt. Dem Standort kommt damit eine wichtige Bedeutung für die Versorgungssicherheit zu.

Wenn die privaten Besitzer kein Interesse an der Aufrechterhaltung des Britzer Standortes haben, muss der Staat zur Sicherung der Versorgung eingreifen und die Arzneimittelproduktion übernehmen. Gerade die Corona-Pandemie zeigt deutlich, wie anfällig die Verlagerung der Medikamentenproduktion nach Südostasien ist. Aus Profitsucht wurde die Produktion in Billiglohnländer verlagert und jetzt müssen die Kranken unter den Versorgungsdefiziten leiden.

Nach dem Beschluss durch die BVV Neukölln muss das Bezirksamt das Anliegen an die Senatsverwaltung herantragen. Die BVV Neukölln hatte sich schon nach Bekanntwerden der Schließungspläne fast einstimmig in einer Entschließung (Drs.Nr.: 1631/XX) für den Erhalt des Produktionsstandort in Britz bekannt.